Der Kartoffelsalat - Mehr als nur eine Beilage

Die Kartoffel ist ein besonderes Gewächs, welches eine Jahrhunderte alte Geschichte aufzuweisen hat. Bereits im Jahre 1647 gab es die ersten Aufzeichnungen über den Erdapfel, welcher als Feldfrucht in kleinen Mengen angebaut wurde. Wie die tolle Knolle nun genau den deutschen boden erreicht hat ist schwer zu sagen und darüber gibt es mehrere Erzählvarianten. Eine dieser Varianten besagt, dass die Kartoffel im sächsischen Vogtland durch den Zimmergesellen Kummerlöw aus England oder Irland mitgebracht geworden war. Und wieder eine andere Geschichte gibt vor, dass ein Bauernsohn die Kartoffel als Kriegsbeute aus Irland nach Deutschland brachte. Doch bereits damals wurde die Kartoffel nicht nur schnöde mit Salz gegessen, auch als schmackhafter Kartoffelsalat wurde sie gerne verzehrt.
Schwer zu sagen ist welche Entstehungsgeschichte nun die Richtige ist. Aber das die Kartoffel eine vielseitige und gesunde Frucht ist, das ist unumstritten.
Auch heute wird in vielen Familien der Kartoffelsalat nach dem allerersten Rezept hergestellt, doch gibt es mittlerweile unzählige Varianten der Herstellung, welche auch oft regionale Besonderheiten aufweisen. Mit oder ohne Mayonnaise, verschiedenen Zutaten aus Wurst, Gurken, Kräutern, Eiern ... die Wahl fällt schwer in welcher Form er nun auf den Tisch gebracht werden soll.
Ein besonders raffiniertes und sehr sättigendes Kartoffelsalat-Rezept trägt den Namen "Russischer Salat" und die Vermutung liegt nahe, dass dieses Rezept tatsächlich aus russischen Gefilden kommt. Das Rezept für den Kartoffelsalat ist relativ einfach (für vier Personen berechnet):
Man nehme ein Kilo fest kochende Kartoffeln und koche diese maximal fünfzehn Minuten bei mittlerer Hitze. Während die Kartoffeln kochen und anschließend abkühlen, lassen sich die weiteren Zutaten vorbereiten. Diese sind 5 gekochte frische und in Scheiben geschnittene Karotten (wenn keine zur Hand sind tun es auch welche aus der Dose, davon etwa 15 Stück, da diese meist klein ausfallen), 3 kleine Lauchzwiebeln welche in feine Ringe geschnitten sein sollten und 4 hart gekochte Eier. Die Eier sollten gut abgekühlt sein bevor man sie schält und in Würfel schneidet, da sie sonst den Salat doch leicht pappig werden lassen. Wer mag kann nach Belieben zusätzlich seine Lieblingswurst (Schnittwurst), einen Schnittkäse nach Wahl oder auch feinen, gewürfelten Speck für den Kartoffelsalat schneiden und beiseite stellen. Einer der wichtigsten Zutaten sind Essiggurken, von denen man (je nach Größe) 5-8 Stück in mitteldicke Scheiben schneiden sollte.
Nachdem die Kartoffeln kalt sind, wird es Zeit diese zu schälen und in nicht ganz zu dünne Scheiben zu schneiden. Am besten nimmt man für dieses Rezept eine reichlich große Schüssel, um später auch alles besser vermischen zu können. Warten die Kartoffeln nun in der Schüssel, kommen die anderen vorbereitenden Zutaten dazu. Eine Handvoll frische Kräuter fein hacken (Tiefkühlware geht aber auch, 1/2 Päckchen). Als Kräuter eignen sich Petersilie, Dill oder auch ein Mix aus Gartenkräuter. Nach Geschmack salzen, pfeffern, sowie ein Hauch von Knoblauchpulver hinzugeben. In einer separaten kleinen Schüssel einen Becher Jogurt, etwa 5 Esslöffel Mayonnaise, der Saft einer halben Zitrone, sowie ca. 1 Esslöffel Essig gut vermischen. Diese Jogurt-Mayonnaisemischung über die Zutaten in der Kartoffelschüssel geben und gut vermengen. Der Kartoffelsalat sollte am besten für mindestens zwei Stunden im Kühlschrank durchziehen können um seinen vollen Geschmack entfalten zu können.
Zu diesem sehr satt machenden Salat passen viele verschiedene Fleischbeilagen, wie etwa Frikadellen oder Bratwürste, sowie frisches Brot und als Getränke Bier oder eine Weinschorle, wenn Kinder mitessen, dann Apfelschorle oder ein anderes Getränk nach Wunsch.
 
Guten Appetit!

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